2 Jahre Landesrat Heuras – eine Leistungsbilanz

Vor rund 2 Jahren wurde Mag. Johann Heuras in die Funktion des Landesrates für Bildung, Jugend, Öffentlichen Verkehr und Raumordnung berufen. Anlässlich einer heute stattgefundenen Pressekonferenz legte er eine Leistungsbilanz.

In der Raumordnung verwies Heuras dabei vor allem auf die konsequente Umsetzung und Förderung kleinregionaler Entwicklungskonzepte. Derzeit bestehen 58 Kleinregionen, die insgesamt 489 Gemeinden umfassen. „Die in Niederösterreich seit mehr als 20 Jahren erfolgreiche interkommunale Kooperation in Form von Kleinregionen dient der Entwicklung und Umsetzung von für die Region wichtigen Zielen und Maßnahmen“, so Heuras, der dieses Erfolgsmodell weiter vorantreiben und unterstützen möchte.

Zum Themenkomplex der Jugendarbeit betont Heuras, dass man hier schwerpunktmäßig Maßnahmen im Bereich der Präventionsarbeit gesetzt hat. So wurden flächendeckend in allen Bezirken Suchtberatungsstellen aufgebaut und die Fachstelle für Gewaltprävention ins Leben gerufen, die als Plattform und Drehscheibe für alle diesbezüglichen Fragen gilt. Zusätzlich wurden Maßnahmen zur Unterstützung der Jugendarbeit in den Gemeinden gesetzt, vor allem im Bereich Jugendschutz, wo insgesamt mehr als 500 Vorträge mit dem Titel „Mehr Spaß mit Maß“ zur Aufklärung zum Thema Jugendschutzbestimmungen beigetragen haben. „Ziel muss es aber mittelfristig sein, die Jugendschutzbestimmungen bundesländergrenzüberschreitend zu harmonisieren“, sagt Jugendlandesrat Heuras. Einen weiteren Schwerpunkt in der Jugendarbeit setzte er im Bereich der politischen Bildung. Den Jugendlichen sollen dabei in Zusammenarbeit mit dem Verein Refresh Politics grundlegende Kenntnisse über politische Strukturen ausgehend von ihrer Heimatgemeinde vermittelt werden. Dazu wurde der „Gemeinde-Vifzack“ als pädagogisch-didaktisches Hilfsmittel entwickelt und allen Gemeinden zur Verfügung gestellt.

Im Bereich des Öffentlichen Verkehrs legte Heuras einen Schwerpunkt auf den Ausbau der Park&Ride-Anlagen, wo derzeit mehr als 32.000 PKW-Stellplätze und 21.500 Zweirad-Stellplätze zur Verfügung stehen. „Damit gibt es in Niederösterreich in Summe genau so viele Park&Ride-Parkplätze wie in den anderen acht Bundesländern zusammen“, sagt Heuras. In den Jahren 2009 und 2010 wurden dafür vom Land rund 8 Millionen Euro investiert.

Daneben betonte Heuras den erfolgreichen Ausbau des Buskonzeptes vor allem im Wald- und Mostviertel. Insgesamt wurden 21 neue Linien im Waldviertel umgesetzt, im Mostviertel umfasst das von Pendlern gerne angenommene Buskonzept rund 1,1 Millionen Fahrplankilometer pro Jahr.

Als letzten Teil der Leistungsbilanz beleuchtete Landesrat Heuras den Bereich der Bildung, wo er allen Schulen das Angebot macht, NÖ Mittelschule zu werden, wenn diese Grundvoraussetzungen wie Teamteaching, Lehrer-Eltern-Schülergespräche und eine funktionierende Form der Binnendifferenzierung erfüllen. „Die ersten Evaluierungsergebnisse zeigen uns, dass die NÖ Modellschule ein Vorzeigemodell ist, das wir flächendeckend zu neuen Mittelschulen ausbauen wollen“, so Heuras.

Weiters zitierte Heuras aus einer jüngsten Erhebung in NÖ Volksschulen. Diese Erhebung zeigt ganz klar, das Niederösterreichs Volksschüler leistungsmotiviert sind, gerne in die Schule gehen und ihre Schule durchwegs positiv beurteilen. Dies ist ein Indikator dafür, dass in den NÖ Volksschulen gute Arbeit geleistet wird.

Einen weiteren Bildungspolitischen Impuls setzte Heuras auch im Bereich des interaktiven Lernens mit der Lehr- und Lernplattform LMS, die allen NÖ Schülern, Eltern und Lehrern zur Verfügung steht. Ziel dieser Lernplattform ist es, ein hochwertiges, aber einfach zu bedienendes Werkzeug zur Umsetzung moderner, IT-gestützter Unterrichts- und Lernformen zur Verfügung zu stellen. Von der Bereitstellung von Aufgaben und Übungsbeispielen für Schüler bis hin zu Unterrichtsmaterialien finden sich zahlreiche attraktive Tools auf LMS. In diesem Zusammenhang haben mit heurigem Schulbeginn auch alle NÖ Landeslehrer eine einheitliche Dienst-Email-Adresse erhalten.