Bauerneinkommen nach gutem Jahr 2011 stabilisiert

Hohe Erntemengen und gestiegene Erlöse bei Fleisch haben 2011 zu einem Anstieg der Einkommen in der Landwirtschaft geführt.

„Nach dem Einkommensabsturz 2009 mit einem Minus von 29 Prozent erreichen die Landwirte mit dem 2011 um 12,2 Prozent gestiegenen Einkommen  erst heuer wieder das Niveau von 2008. Aus diesem Grund ist die Erholung des Bauerneinkommens zwar erfreulich, aber noch lange kein Grund zum Jubeln", beton LAbg. Ing. Andreas Pum als Vertreter der Landwirtschaft in der Region Amstetten.
 
Als Ursache für den Anstieg nennt Pum hohe Erntemengen in der Pflanzenproduktion und gestiegene Preise im tierischen Sektor. Der Zuwachs liege jedoch unter dem Niveau von 2010. "Trotz des positiven Jahresabschlusses machen den Bauern die in letzter Zeit wieder besonders spürbaren Preisschwankungen Sorgen. So sank der Getreidepreis in den vergangenen Wochen um 25 Prozent, während die Energiepreise unaufhörlich steigen", erinnert Pum an aktuelle Marktentwicklungen.
 
Mostviertel im Durchschnitt mit dabei
Pum: „Die Preise gingen in der Region Mostviertel etwas zurück, und wir hatten starke klimatische Schwankungen zu bewältigen. Trotzdem waren die Erträge besser, die Qualitäten durchschnittlich. Ausnahme bei den Erträgen sind leider manche Grünlandgebiete. Aber letztlich eine gute Nachfrage, die den Preis stabilisierte.“

Hohe Kosten bremsen das Einkommen
Der Landtagsabgeordnete weist auf die erheblich teurer gewordenen Vorleistungen für die Landwirtschaft hin. Die deutliche Verteuerung bei  Düngemitteln sei nur durch den extremen Anstieg der Energiepreise übertroffen worden.
"Die immer stärker spürbaren Preisschwankungen  gehen eindeutig zu Lasten der Landwirtschaft. Denn während die Erzeugerpreise im Preisabschwung rasch gesenkt werden, hinkt die Steigerung der Bauernpreise dem internationalen Preistrend oft wochenlang hinterher", ärgert sich Pum.  
Für LAbg. Ing. Andreas Pum "verdeutlichen die massiven Einkommensschwankungen, wie wichtig die Absicherung einer finanziellen Basis unserer Landwirtschaft im Rahmen der Reform der gemeinsamen Agrarpolitik in der EU ist", fordert Pum in Richtung der laufenden Verhandlungen zur Neugestaltung der GAP ab 2014.