Im Gewerbegebiet Altenrath, zwischen den beiden Gemeinden Ernsthofen und St. Valentin, in unmittelbarer Nachbarschaft zu gewerblichen und privaten Stromabnehmern, produziert eine hochmoderne Anlage Ökostrom. Das Kraftwerk ist für 10 MW Wärme- und 5 MW Stromleistung ausgelegt. Die erzeugte elektrische Energie wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Die beim Kraftwerksbetrieb anfallende Wärme speist ein an das Kraftwerk angebundenes Fernwärmenetz, für Industriebetriebe und private Endabnehmer.
„Anders als bei vielen konventionellen Kraftwerken werden in Ernsthofen also Strom und Wärme genutzt, man spricht deshalb auch von ‚Kraft-Wärme-Kopplung’. Das Biomasseheizkraftwerk ist daher eine der derzeit effizientesten Anlagen, mit sehr hohem Wirkungsgrad“, betont VP-LAbg. Ing. Andreas Pum den hohen technischen Standard der Anlage.
Die moderne Feuerungsanlage wird ausschließlich mit unbehandelten, nachwachsenden Festbrennstoffen wie Waldrestholz, Hackschnitzeln sowie Sägewerksresthölzern befeuert. Das Biomasseheizkraftwerk ersetzt Jahr für Jahr fossile Brennstoffe mit einem Energieäquivalent von 16 Millionen Litern Heizöl.
Auf diese Weise werden jährlich rund 25.000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid eingespart.
„Das Heizkraftwerk leistet aber nicht nur einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, sondern es gehen von dem Kraftwerk in Ernsthofen positive wirtschaftliche Impulse aus. So profitiert die heimische Land- und Forstwirtschaft von der Nutzung nachwachsender Energieträger für die Strom- und Wärmeerzeugung. Restmaterial aus der Landschaftspflege wird zum Wertstoff und damit zu einer zusätzlichen Einnahmequelle“, freute sich LAbg. Ing. Andreas Pum anlässlich seines Besuches.
Für Ernsthofens Bürgermeister Karl Huber ist der Standort des Betriebsgebietes in seiner Gemeinde natürlich ein wichtiger Schritt in der Gemeindeentwicklung, der durch die Förderungen des Landes ermöglicht wurde. Das Projekt Gewerbepark ist eines von über 1.600 Projekten die seit 1987 in NÖ mit in Summe 709 Millionen Euro gefördert wurden.



