Bürgermeister-Weiterbildung in Kopenhagen

Mit einer 30-köpfigen Delegation war der VP-Gemeindevertreterverband aus dem Bezirk Amstetten Anfang März zu Besuch in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Projekte zur Gewinnung erneuerbarer Energie, Elektromobilität und die Gemeindestruktur bzw. auch ökologische Kreislaufwirtschaft standen im Mittelpunkt der Weiterbildungsfahrt. Ein Empfang beim österreichischen Botschafter gab auch einen Einblick in die österr. Diplomatie im EU-Ausland.

„Einmal im Jahr blicken wir über den eigenen Tellerrand hinaus – und dazu haben wir heuer eine Reise mit Schwerpunkt Ökologie, erneuerbare Energieträger und Umweltschutz organisiert.“ so Reiseleiter und VP-Gemeindevertreter-Bezirkschef Bgm. DI Johannes Pressl. „Spannend war dabei vieles - die dänische Gemeindestruktur genauso wie die Konzepte Dänemarks, um von fossilen Energieträgern unabhängig zu werden – und davon können wir uns auch für die Gemeinden in Niederösterreich einiges mitnehmen.“ so Pressl.

 

 

Batteriewechselstationen für E-Autos sollen der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen

Die größte Bewunderung löste bei den österreichischen Bürgermeistern neben Windkraft und Geothermie ein hoch interessantes Elektro-Mobilitätskonzept aus:  Unter dem Namen „betterplace“ pumpt derzeit eine große Firma in ganz Dänemark rund 800 Mio. Euro in den Aufbau eines Systems an Batteriewechselstationen für Elektroautos. Schon ab Mitte des Jahres sollen dann Elektrofahrzeuge an 20Punkten im ganzen Land ihre entladenen Batterien gegen frische wechseln können. Und damit will man den derzeit auf nur rund 150km Reichweite eingeschränkten Elektroautos auch bei Überlandstrecken zum Durchbruch verhelfen, berichtet Pressl von dem eindrucksvollen dänischen Vorhaben. „Natürlich konnten wir dann auch mit 5 Renault Fluence eine Probefahrt durch Kopenhagen machen, um diese Vision auch gleich in „echt“ zu testen“. Und auch wir alle waren von der Fahrt mit Elektroautos im Stadtverkehr und auch von den vegleichsweise geringen Kosten, mit denen das Projekt „betterplace“ Autos für jeden einzelnen anbieten kann, beeindruckt, so der Gemeindevertreter.

 

 

Blick in die Energie-Zukunft
Insgesamt war die Reise auf jeden Fall ein beeindruckender Blick in die Energiezukunft Europas, denn auch Dänemark ist ein technologisch hoch entwickeltes Land – genauso wie wir in Österreich. Und die Bandbreite – von Energieeinsparung über Kreislaufwirtschaft bis hin zu erneuerbaren Energien ist hier riesig. Es waren auf jeden Fall einmalige Konzepte dabei, wie auch wir auf Ebene der Kommunen, die Energiewende schaffen kann, so Bezirks-Gemeindevertreterverbandsobmann Pressl zur gelungenen Reise