Die Bezirksobfrau des Wirtschaftsbundes Amstetten, Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer, appelliert an Frauen und Mädchen, mehr Interesse an technischen Berufen zu entwickeln, um abseits der "frauentypisch" üblichen Beschäftigungen bessere Gehälter zu erzielen. "Weiblicher Mut zur Technik wäre wichtig und würde mit Sicherheit den Fähigkeiten vieler Frauen auch entgegen kommen", sagt Hinterholzer.
Zu bedenken gibt sie, dass viele Frauen in Teilzeitjobs tätig seien, wo der Verdienst geringer ausfällt als mit einer Vollzeitbeschäftigung. Außerdem seien auch in der Region Amstetten Frauen meistens in Berufen anzutreffen, in denen der Verdienst nicht besonders hoch ist, wie etwa im Handel, der Gastronomie sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Vergleich dazu garantiere ein technischer Beruf in der Regel ein wesentlich höheres Einkommen.
Ein erfolgreiches Beispiel ist Fr. Ing Eva Maitz, diese arbeitet schon seit 14 Jahren in der Jungwirth GmbH Amstetten. Als Bautechnikerin ist Sie verantwortlich für Bauleitung, Bauausführung und Abrechnung.
Unterstützung für Mütter notwendig
Außerdem ortet die VP-Politikerin einen dringenden Ausbaubedarf bei den Kinderbetreuungsplätzen. Nicht nur für die Unter-2-jährigen, sondern insgesamt sollten mehr Betreuungsplätze geschaffen werden, etwa für Tagesmütter. "Aber auch die Gründung von Betriebskindergärten liegt im allgemeinen Interesse", sagt Hinterholzer. Damit würde man vielen Frauen im Bezirk den Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglichen bzw. es ihnen leichter machen, eine besser bezahlte Stelle anzunehmen.
Bezahlung im Bezirk Amstetten an der Spitze
Beim Medianeinkommen liegt der Bezirk Amstetten im Bezirksranking schon seit Jahren auf dem ersten Platz. Dies verdanke die Region vor allem den vielen Metall verarbeitenden Betrieben, die im Bezirk angesiedelt sind, sowie den Unternehmern, die ihre Mitarbeiter entsprechend entlohnen, wie Michaela Hinterholzer betont.




