Lehrer engagieren sich für neue NÖ. Mittelschule

17 Hauptschulen im Bezirk Amstetten sind derzeit auf dem Weg zur neuen NÖ. Mittelschule. Landtagspräsident Mag. Johann Heuras hat das Modell als damals zuständiger Landesrat entwickelt und begleitet. Nun besuchte er Hauptschulen im Bezirk, um auch die Herausforderungen der Umsetzung mit Lehrkräften und Direktoren zu diskutieren.

Direktorin OSR Gertrude Zarl von der Hauptschule Ardagger – derzeit bereits NÖ Modellschule -  machte dabei deutlich, dass es einerseits hoch engagierte Lehrer gibt, die sich voll hinter diesen Weg stellen, dass aber auch große Herausforderungen auf die LehrerInnen und die Organisation vor Ort zukommen: Der Umstieg gehe nicht von heute auf morgen. Es sollen ja nicht die Schilder gewechselt werden, sondern es bedeute vor allem pädagogische Veränderungen und Verbesserungen für die Schüler. Daher habe sie - so wie auch andere DirektorInnen - mit ihrem Team vorausblickend im Rahmen der Schulautonomie den Weg vorbereitet und positive Aspekte bereits verwirklicht. „Seit einigen Jahren unterstützen wir das eigenverantwortliche und individualisierte Arbeiten der Schüler durch neue Lehr- und Lernformen.

Kleine Lehrerteams, Stundenblockungen, Team-Teaching – auch im bilingualen Unterricht, innere Differenzierung und Förderung in gemischten Leistungsgruppen sind bereits gelebte Realität in der Hauptschule Ardagger.“ In den ersten Klassen wird im Rahmen eines Schulversuchs ohne Leistungsgruppen unterrichtet. Das alles fordere ohne Zweifel gerade von den Lehrkräften enormen Einsatz und intensive Zusammenarbeit mit den Eltern, meinte sie unisono mit ihren KollegInnen.

Aber auch wenn die Umstellung auf die neue NÖ. Mittelschule eine intensive Vorbereitung und viel Engagement der Lehrkräfte brauche, der Weg sei der richtige, war der Tenor der Gespräche. Und so war auch Landtagspräsident Heuras dankbar über die offene Diskussion und auch die vielen Anregungen, die sich aus den Gesprächen entwickelt haben.

„Der Direktor wird immer mehr zum Motivator und Organisator, dabei müssen wir ihn unterstützen. Und wir müssen auch die Herausforderung beim Finden der Partnerschulen für die neue NÖ. Mittelschule abfedern“,  resümierte der Landtagspräsident.

Was der Landtagspräsident auch betonte: „Die neue NÖ. Mittelschule ist sicher nicht nur ein neuer Name für die gleiche Schule, sondern eine pädagogisch neue Schulform, die die bisherige Hauptschule als „umfassender Bildungsnahversorger“ in unseren Gemeinden weiterentwickelt. Wissen, Hausverstand und auch Gesellschaftsfähigkeit, das müssen die SchülerInnen nach der neuen NÖ. Mittelschule haben“, so der Landtagspräsident.