„Denn seit der leichtfertigen Forderung des Wiener SP Bürgermeisters Häupl, die Wehrpflicht abzuschaffen, geht´s in den Einsatzorganisationen, die auf Zivildiener angewiesen sind, rund.“ sagt VP Bezirksparteiobmann LT-Präs. Mag. Johann Heuras. „Wenn´s die Wehrpflicht nicht mehr gäbe, dann kann´s auch den Zivildienst als Wehrersatzdienst nicht mehr geben. Und dann haben wir echte Sorge, dass die Leistungen von Rotem Kreuz, Feuerwehr, verschiedene Alten-&Pflegedienste für die Menschen nicht mehr aufrecht erhalten werden können.“
Spannend wird beim Dialog der bayrische Vertreter, kündigt Gemeindevertreterverbandschef Bgm. DI Johannes Pressl an: „In Bayern ist die Wehrpflicht ja schon seit einiger Zeit ausgesetzt worden und wir werden hören, wie sich das auf die dortigen Blaulichtorganisationen und die bayrischen Gemeinden, die da mitfinanzieren, auswirkt.“ Oberst a. D. Herbert Hämmerle aus Bayern wurde dazu extra eingeladen.
Natürlich muss auch die Wehrpflicht weiterentwickelt werden, ist sich die VP im Bezirk Amstetten des Reformbedarfes bewusst. Und da hat die Junge Volkspartei seit über einem Jahr schon den Vorschlag „Dienst für Österreich“ eingebracht. Bezirkschef Lukas Michlmayer geht da sogar in die Offensive: „Wir jungen Menschen mit christlich-sozialen Wurzeln wollen auch in Zukunft einen Dienst an der Gesellschaft leisten.“ bekennt er klar. Die Jugend sei auch heute und in Zukunft bereit, Verantwortung zu übernehmen um unser Sozialsystem in dieser ausgeprägten Art erhalten zu können.
Spannend wird die Diskussion auf jeden Fall, denn der Mostviertler Dialog ist eine offene Plattform, zu der die Volkspartei im Bezirk Amstetten alle an der Weiterentwicklung unserer Sozialgesellschaft Interessierten einlädt. Als Moderatorin wurde die stv. Leiterin der Rot Kreuz Bezirksstelle in Amstetten gewonnen.
Mostviertler Dialog
Wehrpflicht-Zivildienst-Sozialdienst
Mittwoch 2. Mai, 19.30 Uhr
Rot Kreuz Bezirksstelle Amstetten (beim Krankenhaus)
Factbox Wehrpflicht-Zivildienst:
Ø Allein in den Rot Kreuz Dienststellen des Bezirkes Amstetten würde der Entfall der Zivildiener und der Ersatz durch angestellte Mitarbeiter Mehrkosten von € 23,--/Einwohner und Jahr ausmachen. Das wären weitere € 2,8 Mio. jährlich zu Lasten der Gemeinden, die derzeit bereits zwischen € 4,-- und € 7,--/Einwohner und Jahr für den Rettungs-&Krankentransportdienst allein zahlen.
Ø Die Gesamtausgaben für Zivildienst durch die Republik Österreich betrugen im Jahr 2009 € 60 Mio.
Ø Lt. einer Umfrage des österr. Gemeindebundes vom Jänner 2011 sagen 89,5% der österr. Bürgermeister, dass die Leistungen der Zivildiener unverzichtbar sind
Ø Derzeit stellt sich die Entwicklung der Zivildienst leistenden Österreich weit wie folgt dar. Schon jetzt sind 1/3 der tauglichen Präsenzdiener Zivildiener. Gerade diese Dienstleistung an der Allgemeinheit kann bei einer Bundesheerreform nicht einfach ausgeblendet werden, so Bgm. DI Pressl.
Ø Zu wenig Freiwillige in Deutschland: Der deutsche Bundesfreiwilligendienst (das Modell zum Ersatz des Zivildienstes) konnte im Jahr 2011 nur 28.000 statt prognostizierten 35.000 jungen Menschen begeistern.




