Ehrenamtliches Engagement nimmt im NÖ Hilfswerk einen enorm hohen Stellenwert ein. In vielen Gemeinden wäre der Aufbau des Hilfswerks ohne die Unterstützung von Ehrenamtlichen gar nicht möglich gewesen. Neben den hauptamtlichen MitarbeiterInnen sind die rund 2.900 Ehrenamtlichen ein wesentlicher Teil des Hilfswerks. „Haupt- und Ehrenamt ergänzen einander - wie die zwei Kammern eines Herzens. Wichtig ist dabei der ständige Dialog.“ so Strasser.
Warum gibt es Menschen die sich beim Hilfswerk ehrenamtlich engagieren?
„Ganz einfach“, so Strasser weiter „Es macht Sinn und bereitet Freude. Während es allgemein immer schwieriger wird, Menschen für eine ehrenamtliche Tätigkeit zu gewinnen, ist es dem Hilfswerk in den letzten sechs Jahren – gemeinsam mit engagierten ehrenamtlichen Funktionären – gelungen, rund 700 neue Ehrenamtliche für eine Mitarbeit zu begeistern!“ Eine landesweite Leitung für das Ehrenamt und den Besuchsdienst vermitteln das notwendige Know-how und unterstützen beim Auf- und Ausbau dieses Angebotes. Versicherungsschutz, klare Stellenbeschreibungen, vielfältige Ausbildungen an der Vereinsakademie geben den Ehrenamtlichen die notwendige Sicherheit. Anerkennung und Wertschätzung sind keine leeren Worte, sondern werden im Hilfswerk gelebt.
Was hat sich im Ehrenamt in den Jahren verändert?
Vieles hat sich mit den Jahren geändert, doch das Ehrenamt hat nicht an Bedeutung verloren, sondern sogar noch dazu gewonnen. Was sich allerdings geändert hat sind die Motive, warum sich Menschen heute ehrenamtlich engagieren. Man spricht von einem sogenannten „Strukturwandel des Ehrenamtes“. Es verändern sich einerseits die inneren Beweggründe der Menschen und andererseits die äußeren Strukturen, in denen das Engagement stattfindet. Heute fragen sich die Freiwilligen nicht mehr: „Was muss gemacht werden?“, sondern: „Was macht mir Spaß, wo kann ich meine Fähigkeiten einbringen und etwas bewegen, wo lerne ich andere Menschen kennen, wo kann ich gelebte Gemeinschaft erfahren?“ Die Attraktivität und der sinnvolle Inhalt einer ehrenamtlichen Arbeit spielen dabei eine entscheidende Rolle.
Das schätzen unsere Ehrenamtlichen am Hilfswerk:
? Breite Palette verschiedener sozialer Dienstleistungseinrichtungen
? Vereinsbetreuung und ein großzügiges kostenloses Fortbildungsprogramm
? Langjähriges Know-How im Bereich Ehrenamt sowie hohe Qualitätskriterien
? Mitarbeit der Ehrenamtlichen an Zukunftsthemen sowie Mitbestimmungsmöglichkeit durch gewählte Vertreter in den Gremien
? Anerkennung und Wertschätzung und ein eigenes Ehrungssystem
? entsprechender Versicherungsschutz für alle Ehrenamtlichen
? Hervorragendes Image in der Öffentlichkeit
? Gemeindepolitik: Sozialversorgung
? Networking
? Spenden werden „am richtigen Platz“ verwendet
Was bringt die Zukunft, wohin führt der Weg?
Eine grundlegend hohe Zufriedenheit mit der Arbeit und eine gleichzeitig positive Einstellung der Ehrenamtlichen gegenüber der Organisation sind für die Zukunft des Ehrenamts im NÖ Hilfswerk richtungweisend. Es bestehen bereits äußerst gute Rahmenbedingungen, die ein starkes Ehrenamt begünstigen. Die neuen „jungen“ Ehrenamtlichen werden primär in der Generation 50+ gesehen.
2011 – „Das europäische Jahr der Freiwilligentätigkeit“ ist auch für das NÖ Hilfswerk Anlass dazu die Ehrenamtlichen vor den Vorhang zu holen. Zahlreiche Aktivitäten und Highlights begleiten dieses Jahr. Mit ein Grund dem Ehrenamt „die“ Aufmerksamkeit zu zollen die es verdient hat.
2.832 Funktionäre und Ehrenamtliche unterstützen die Arbeit des NÖ Hilfswerks in den 67 Zweigvereinen und 4 Zweckvereinen. Davon sind 51% in den ehrenamtlichen Diensten, wie Besuchsdienst, Essen auf Räder, Familienpatenschaft, mobile HILFSWERKstätte tätig und organisieren Veranstaltungen/Feste, betreuen und werben Mitglieder, lukrieren Spenden, warten die örtliche Hilfswerkhomepage, leiten Seniorenclubs oder sind als Kontaktpersonen des Hilfswerks erste Ansprechpartner in den Gemeinden. 49% üben die Vereinsfunktionen laut Vereinsgesetz bzw. laut Satzungen aus. In den ehrenamtlichen Diensten sind doppelt so viele Frauen wie Männer tätig
In den Vereinsfunktionen werden die Aufgaben von einem Drittel mehr Männern als Frauen durchgeführt. Pro Jahr werden rund 150.000 Stunden von den Funktionären/Ehrenamtlichen geleistet. 700 BesucherInnen schenkten einsamen Menschen rund 50.000 Stunden Zeit
Bei „Essen auf Räder“ haben 755 Personen rund 47.000 Stunden geschenkt. Der Großteil unserer Funktionäre/Ehrenamtlichen ist bereits in Pension bzw. steht kurz davor. Mit den Angeboten „Besuchsdienst“ und „Familienpatenschaften“ sprechen wir aber auch jüngere Personen an. Im Besuchsdienst üben 85% Frauen und 15% Männer diese Tätigkeit aus, 2% sind jünger als 30, 22% sind zwischen 30 und 55 Jahre alt, 76% sind älter als 55.
Aktivitäten und Highlights 2011
29. April bis 8. Mai Charity-Konzerte Gary Howard unterstützt mit dem Erlös Aus- und Weiterbildung für unsere Ehrenamtlichen.
17. Juni „Tag des Hilfswerks“ In der Woche rund um den 17. Juni finden österreichweit zahlreiche Veranstaltungen des Hilfswerks statt.
2. September Dankesfeier in der „Bühne im Hof“ in St. Pölten. Moderatorin Ingrid Turkovic Wendl Musikalischer Ohrenschmaus „Otto Lechner und Band“ und Gary Howard
11. November, Hl. Messe mit Bischof DDr. Klaus Küng im Dom St. Pölten. Bischof Küng wird in Gedankenaustausch mit ehrenamtlichen Mitarbeitern treten.
Als Symbol für die „Seele des Hilfswerk“ wird ein Licht entfacht und an Vizepräsidentin Hinterholzer überreicht. Mit dem Licht möchten wir das Ehrenamt und die vielen individuellen Möglichkeiten beleuchten und somit die Menschen einladen und begeistern für ehrenamtliches Engagement. Es soll durch die Hilfswerkvereine Niederösterreichs getragen werden und bei zahlreichen Veranstaltungen aufmerksam machen, dass 2011 im Zeichen des Ehrenamtes steht und diese Wärme widerspiegeln, die die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter den Menschen durch ihr besonderes Engagement schenken.



