ÖBB sperrt Frachtstrecken zu

Für die Betriebe ist der Schaden durch die Verringerung der Leistungsangebote der Bahn enorm.

„Unverständlich ist für mich die Vorgangsweise der ÖBB in den letzten Wochen. Es wurden nicht nur die Frachttarife teilweise massiv erhöht sondern es kommt auch zu einer Ausdünnung des flächendeckenden Gütertransportes auf der Schiene”, ärgert sich LAbg. STR. Ing. Andreas Pum über die Situation in Haag.

Dort haben die ÖBB den Gleisanschluß  aufgelassen. “ Da wächst jetzt über die Schienen Gras drüber, aber hinnehmen können wir das nicht so einfach”, verweist Pum auf die Nachteile.
Diese  Ausdünnung des Bahnangebotes bringt zwangsläufig eine Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Straße mit sich und damit unnötige Umweltbelastungen und LKW -Verkehr.
Aufgrund der Firmenpolitik der ÖBB heißt es jetzt wieder „ Mehr Straße, weniger Schiene“ weil zu teuer oder nicht möglich.

1.Die ÖBB erhalten aus dem Bundesbudget 2011 rund 7,8 Mrd. Euro (Quelle: BMF) das ist deutlich mehr als das NÖ Landesbudget, auch gibt es zusätzlich für die ÖBB von den Ländern Mittel für den öff. Verkehr. Da geht es wirklich nicht, dass 60 Verladestellen geschlossen werden, und auch auf 76 Bahnhöfen in ganz Österreich nur unter gesonderten Vereinbarungen bedient wird. Gleichzeitig wird die Servicepalette eingeschränkt. Seit 1.April gibt es keine Bahn-Express-Transporte als Stückgut mehr auf der Schiene.

Für Ing. Pum ist klar:“ Die Bahn muss ihre Hausaufgaben machen und ein verlässlicher Partner für die Wirtschaft werden. Mit zusperren wie in Haag funktioniert das sicher nicht“.