Protestaktion gegen Krankenhausschließung in Waidhofen/Ybbs

Wenn die Pläne von SP-Staatssekretär Schieder wahr würden, könnte Waidhofen sperren. Dagegen machen Politik und Krankenhausführung gemeinsam mobil.

Eine spontane Protestaktion wurde am Freitag den 11.6.2010 in Waidhofen/Ybbs abgehalten. Neben der Krankenhausspitze und Vertretern der betroffen Ärzte und des Pflegepersonals hatte sich auch die komplette Riege der VP Landtagsabgeordneten eingefunden. Der gemeinsame Ausdruck Ihres Protestes gegen die von SP Staatssekretär Andreas Schieder geplanten Klinikschließungen steht nun als Plakattafel direkt bei der Klinik in Waidhofen/Ybbs.
„Das Klinikum in Waidhofen/Ybbs wäre ein Standort der von den sozialistischen Schließungsplänen betroffen wäre“, betone der für die Region zuständige VP-Landtagsabgeordneter Bgm. Anton Kasser und stellte die Auswirkungen klar:“ Spitäler mit unter 300 Betten so wie das Klinikum in Waidhofen/Ybbs eines ist,  zuzusperren, bedeutet nicht nur eine beispiellose Schließungsorgie - in Niederösterreich könnten 11 Spitäler zusperren -  sondern auch rund 5.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu entlassen, dass ist sozialistische Arbeitsplatzvernichtung“.
„Neben diesem regionalpolitischen Wahnsinn wäre das auch ein volkswirtschaftlicher Schaden enormen Ausmaßes. Die Gesundheitsversorgung der Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher könnte nicht mehr aufrecht erhalten werden, ein sparen auf Kosten der Menschen“, betonte VP-Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer.
Wichtig für die Wirtschaft ist auch, dass die Kliniken einen stärkeren Wertschöpfungs-/Beschäftigungseffekt  in der Region erzeugen als andere Investitionen, so ist nachgewiesen, das pro Einsatz von 1.000 Euro Landes/Gemeindemittel eine regionale Wertschöpfung von 1.731 Euro erzeugt wird.

Kasser zieht einen Vergleich mit früheren Diskussionen:“ Bei den Postämtern ist die SPÖ jedem einzelnen Briefkasten nachgelaufen aber nun kommt der SP Staatssekretär Schieder und möchte  Krankenhäuser und Klinken schließen,  ohne jede Kenntnis der Situation hier im Ybbstal. Wir werden diese  Ausdünnung des ländlichen Bereichs zu verhindern wissen, gibt sich LAbg. Anton Kasser kämpferisch.

Wo eigentlich Handlungsbedarf besteht zeigt auch der Vergleich der Bundesländer im Bereich der Krankenhausdichte. Michaela Hinterholzer kennt die Zahlen:“ Die Meisten Betten hat ja eigentlich Wien mit 6,2 Betten je 1000 Einwohner, aber typisch in den Landgebieten soll begonnen werden, dabei liegt Niederösterreich mit  5,1 Betten je 1000 Einwohner im Mittelfeld“.
Klar ist für alle Beteiligten das ein gut funktionierendes Gesundheitswesen wie in Niederösterreich nicht durch Einzelaktionen von nicht gut informierten SP Staatssekretären ins wanken kommen wird und das Klinikum Waidhofen/Ybbs weiterhin ein wichtiger Teil das NÖ Gesundheitswesen bleibt.
So nebenbei sei erwähnt, 49% des NÖ Landesbudgets werden für Gesundheit und Soziales Ausgegeben.