Der 19. Neujahrsempfang der VP des Bezirkes Amstetten am Mittwoch, 18. Jänner 2012 in Seitenstetten/Meierhof brachte für die vielen Besucher eine positive Stärkung für das Jahr 2012.
Bereits in seiner Begrüßung relativierte BPO LT-Präs. Mag. Johann Heuras die immer wieder beschworene Krise: „ Mögen unsere Kinder und Enkel Zeit Ihres Lebens niemals eine größere Krise erleben als die derzeitig“, sprach sich Heuras klar gegen den Pessimismus in den Köpfen der Menschen aus.
Dazu verwies er auf die aktuellen Zahlen und Fakten wie höchste Beschäftigungszahlen, rund vier Prozent Steigerung bei Weihnachtseinkäufen und Sommer Tourismus im Jahr 2011. Heuras:“ Aber auch die Herausforderungen für das kommende Jahr sind klar, Schulden abbauen, Vertrauen in Europa und Politik stärken und Föderalismus reformieren“. Alles aber in einem sozial verträglichen Umfeld und mit Blick in die Zukunft:“ Wir dürfen die Chancen der nächsten Generationen nicht schmälern“.
Zukunftsperspektiven mit erfolgreichen Jugendlichen
Moderator Tom Bläumauer konnte zu Interviewrunden die Vertreter dieser nächsten Generation begrüßen waren doch Markus Stöger- Europas bester Jungelektroinstallationstechniker 2010, Theresa Aigner- Bundessiegerin Floristen Österreichs 2011, Julia Schuller- Bundessiegerin Tischlereitechniker 2011 sowie HTL Maturantin Waltraud Lichtenberger zum Neujahrsempfang gekommen.
Die gemeinsame Diskussion mit den Firmenchefs, Thomas Landsteiner, Theresia Streisselberger, Franz Schoisswohl und Direktor DI Dr. Harald Rebhandl konnte klar die guten Voraussetzungen für hohe Leistungsfähigkeit der Jugend aufzeigen, technische Berufe sind gefragt, die Region bietet auch die Betriebe dazu und auch die Lehre bietet alle Aufstiegsmöglichkeiten hin bis zum Studium.
Innenministerin und ÖAAB Chefin als Hauptrednerin
Auf die aktuelle Situation im Bund ging klarerweise die Hauptrednerin, BM f. Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner, ein und richtet eine deutliche Adresse an die Oppositionsparteien:“ Jetzt ist keine Zeit und kein Platz für parteipolitische Spielchen“, es müssten rasch Reformen gesetzt werden und es besteht Handlungsbedarf in allen Ebnen Österreichs. Sparen ist gefragt mit Hirn und Herz:“ Wir dürfen unseren Kindern keine Rucksack umhängen den die nicht tragen können“, meinte die Ministerin mit Blick auf die Staatsschuldenentwicklung.
Korrekturbedarf sieht Mag. Johanna Mikl-Leitner bei den Pensionen, speziell bei ÖBB und Nationalbank wo es noch immer Privilegien gibt. Generell soll zukünftig gelten, wer länger arbeitet erhält mehr Pension und jeder hat dazu die Wahlfreiheit. Auch soll das Arbeitsmarktservice (AMS) zukünftig mehr dafür sorgen, Menschen erst gar nicht arbeitslos werden zu lassen. Doppelt- und Dreifachförderungen sollen abgeschafft werden und das „ gesellschaftliche Betriebssystem“ wie Familien, Generationensolidarität und Vereinswesen weiter gestärkt.
„ Sparen ist der Kurs der Volkspartei, wir wollen sparen“, kritisierte die Ministerin den Koalitionspartner der „ in die Verhandlungen nur mit Vorschlägen für zwanzig neue Steuern gekommen ist“.
Mit klaren Bekenntnissen zu Bundesheer und Wehrpflicht und sozialer Verantwortung, ging die BM f. Inneres Mag. Johanna Mikl-Leitner in die persönlichen Gespräche mit den Besuchern und diskutierte danach über zwei Stunden mit den Besuchern in Seitenstetten.
Bei der Musik von „Aufgspiesst und Z´qwetscht“ klang der Abend bis über Mitternacht hinaus aus.



